Andi Kristall

Über mich

Ich spiele seit 1982 E-Bass. Anfangs erst autodidaktisch und später gab es richtigen Bassunterricht mit einem Studium an der „Bass Schule München – BSM“ bei Horst Polland.

Meine Bass-Heroes waren neben den üblichen Verdächtigen wie Stanley Clarke, Marcus Miller, Mark King, auch insbesondere B.B. Dickerson von WAR, Bernie Edwards, James Jamerson, Donald „Duck“ Dunn, Jerry „Wyzard“ Seay und viele andere mehr.

Diese Spieler prägten natürlich entscheidend meinen Bass-Sound-Geschmack.

Während des Studiums und in den nachfolgenden 15 Jahren als hauptberuflich spielender Bassist in etlichen Bands und Projekten, war ich nebenher immer wieder für die Musikinstrumenteindustrie und den Einzelhandel als Berater tätig – und das mache ich auch heute noch zeitweise.

Seit dem Anfang meines Bassisten-Daseins war ich fortwährend auf der Suche nach dem Bass-Sound und der perfekten Bespielbarkeit eines Instruments. Deswegen habe ich schon immer große und kleine Modifikationen an unzähligen mehr oder weniger guten Exemplaren vorgenommen, meist amerikanische E-Bässe aus den Siebziger und Achtziger Jahren – erst nur für mich, später auch für andere. Ich besaß eine ziemliche Menge an Bässen, Bodys, Hälsen, Hardware, Elektroniken und Pickups (das galt natürlich auch für das restliche Equipment wie Amps, Boxen und Zubehör).

Meiner guten Connection zu Musikhandel und -industrie war es wohl zu verdanken, dass ich jede Gage direkt in Equipment umgesetzt habe. Eifrig wurde immer alles live oder im Studio unter allen möglichen Bedingungen und Stilistiken getestet – vom Wohnzimmer-Club-Gig über Theater und Musical bis zur Konzerthalle oder dem Open-Air-Festival.

Aber wie wurde ich nun Bass-Hersteller?

Ebenfalls typisch, aus der Not heraus: Anfang der 2000er Jahre sollte ich für ein Recording-Projekt einen fünfsaitigen akustischen Bass oder einen Kontrabass einspielen. Weder besaß ich aber so einen Bass, noch konnte ich als E-Bassist ordentlich Kontrabass spielen.

Die Industrie hatte zu dieser Zeit in Deutschland nichts zu bieten. Ich ersteigerte einen fünfsaitigen Fretless-Akustikbass aus USA, zog Black Nylon-Saiten auf, verwendete das allseits bekannte Stück Schaumgummi und versuchte, damit einen Kontrabass nachzuahmen. Das Ergebnis war aus Sound- und Ergonomiegründen nicht sehr berauschend. Obwohl das Studio-Projekt später im Sande verlief, hatte sich diese „Akustik-Problematik“ in meinem Kopf festgebissen.

Von nun an wollte ich als E-Bassist die Möglichkeit haben, unproblematisch mit einem Kontrabass-Sound (pizzicato) zu spielen. Nach etwa zwei Jahren Recherche, Designstudien, Konzeptentwicklung und Hilfe von verschiedenen deutschen Bassbauern, wurde dann der erste Prototyp des ROOM-Models fertig – und dieser übertraf in Sachen Sound deutlich meine Erwartungen. Angespornt von diesem Erfolg und großer Bestätigung durch einige andere Münchner Bassisten, beschloss ich, weitere Instrumente zu bauen. Diese Instrumente stellte ich dann erstmals 2006 auf der Musikmesse in Frankfurt am Main aus.

Die Prototypen waren schnell verkauft und in den folgenden Jahren kamen noch weitere Designs und Konzepte für E-Bässe hinzu. Mittlerweile gibt es ein umfassendes Angebot von Kristall Bass-Modellen und es kommen permanent neue Ideen dazu.

Bässe herzustellen oder zu modifizieren, die Bass- und Gitarrenreparatur sowie die Beratung nehmen immer mehr Raum ein. Ich fühle mich mit dieser Entwicklung sehr wohl und es macht richtig Spaß, neue Projekte voranzutreiben – und nach etlichen Erdumrundungen in Band-Bus, Auto und Flugzeug finde ich es gut, mal an einem festen Ort zu sein.

Ohne Live-Auftritte geht es aber natürlich auch nicht: Mit meinem Akustik-Trio „borrowed“ spiele ich gelegentlich live. Mein Hauptbass ist ein ROOM 5 fretless, oder ein SOLID 4 oder SOLID 5.

Mehr Informationen zu mir und den Instrumenten gibt es auch unter „Philosophie“ oder ganz spezifisch bei den jeweiligen Bass-Modellen.

Andi Kristall

Ich freue mich über jeden Kontakt zu anderen Bassisten und auch darauf, Euch zu beraten, neue Bässe zu konzipieren und zu bauen. Schreibt mir einfach jederzeit eine Mail oder ruft an, fragt mich oder erklärt mir Euer Problem – ich teile gerne meine Erfahrungen.